[ interrail ] Bilder sagen mehr als tausend Worte

Ich spreche kein Wort italienisch
und verstehe auch kein einziges.
Diese Tatsache macht unseren Abstecher nach Genova, Italien auf gewisse weise noch interesannter.
Auf der Zugfahrt nach Genova saßen wir mit 4 Italienern zusammen in einem Abteil.
Da weder die Italiener Englisch noch Deutsch sprachen und wir nicht Italienisch,
war eine komunikation Ausgeschlossen.
Dennoch viel mir auf, dass ich mir Bilder von den einzelnden Personen machte,
eindrücke sammelte und im prinzip eine Geschichte aufbaute.
Ich bewertete die Personen gewissermaßen nach,
ja im prinzip nach “vorurteilen”.
Vorurteile ist hier das falsche Wort,
aber ich habe gerade keine passendere Beschreibun parat.

Mit uns im Abteil saßen, ein ältere Mann,
so etwa um die 50.
Er trug “einfache” Kleidung und reiste mit einem Rucksack.
Es war ein kleiner unauffälliger Rucksack,
der nicht sonnderlich gefüllt aussah.
Desweiteren trug er einen Schlüssel am Finger.
Er hatte sich den Schlüsselring über den Ringfinger gestülpt,
und hielt den daran befestigten schlüssel die meiste Zeit in der Hand.
Es handelte sich um einen kleinen Schlüssel,
wie etwa für ein Schließfach, eine Schatulle oder etwas ähnliches.
Während der Fahrt bestellte sich der Mann einen Kaffee beim vorbei kommenden Schaffner.
Dabei zeigte sich, das er sein Geld in einem leinensäckchen im Rucksack aufbewarte.

Insgesammt erweckte der Mann mein Mitleid,
ich weiß nicht warum. Ich weiß nicht mal ob Mitleid das richtige Wort ist.
Irgend etwas weckte er in mir.
Er sah glücklich aus und alles,
aber irgendwie weckte er in mir das Gefühl das ich ihm den Kaffee gerne spendiert hätte.
Er wirkte sympatisch,
irgendwie so als hätte er Innerezufriedenheit erreicht,
nicht Reich,
nicht allwissend,
aber glücklich und zufrieden mit sich selbst.

Ich hatte das Gefühl es handele sich um einen Mann vom Lande,
der aus irgend einem Grunde, der irgednwie mit dem Schlüssel zusammen hängen musste,
sich auf den Weg in die Stadt begab.
Des weiteren musste der Schlüssel wohl äußerst wichtig sein.

Neben dem Mann stiegen nach uns noch eine ältere Frau mit einem jungen Mädchen zu.
Die Frau hatte graue Haare, eine Goldkette und goldene Ohrringe.
Das Mädchen wirkte sehr jung, so um die 12 Jahre alt und hatte kurze dunkle Haare.
Es sah aus als handle es sich um Großmutter und Enkelin.

Im gegensatz zu dem Mann weckten diese beiden bei mir keine sympathie.
Irgenwie wirkte die Oma, wie eine reiche überhebliche Dame. Ich weiß auch nicht warum.
So ein Gefühl.

Zusätzlich kam noch eine junge Frau um die 20 die nur schlief und irgendwie komisch wirkte.

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