Nachtzug

[ Tag 17 ] Nachtzug

Ich mag Zugfahren bei Nacht,
ich mag es wenn die Landschaft vor dem Fenster vorbeihuscht,
die weite Dunkelheit vor dem Fenster,
unterbrochen von einzelnen Lichten, mal fern mal nah,
und hinter jedem der Lichter steckt eine Geschichte, die erzählt werden will, oder erträumt.
Ich mag das Surren der Räder auf den Schienen, das Rumpeln,
dieses Rauschen wenn Metall auf Metall reibt,
ich mag es auf den Gang zu gehen und meine Nase aus dem Fenster zu halten, so das der Wind sie umtanzt.
Und dann mag ich es in mein “Bett” zu gehen und sanft von den Weichen in richtung Schlaf geschaukelt zu werden,
während die Landschaft weiter am Fenster vorbei rauscht, dunkel, hell, dunkel, verschwimmt, schließlich langsamer wird und mich zu sich zieht.
Ganz sanft richtung Fenster und dann hinaus fliegend neben dem Zug her…

[ interrail ] Anstrengend

Gleise_nachtEin neuer Tag begegann.
Wie geplant haben wir den Nachtzug aus Bordeaux nach Marseilles genommen,
wo uns allerding seine Überraschung einholt.

Wie vorgeschrieben hatten wir ordnungsgemäß unsere Betten reserviert.
Als wir jedoch in unser Schlafabteil kamen, lag schon ein ein Franzose in einem unserer Betten,
was uns sehr verwirrte.
Nachdem wir kund taten das wir jene Betten reserviert hatten,
verschwand er zwar, aber irgendwie komisch.
Als wir jedoch kurz darauf in den Betten lagen schlief ich direkt ein.
Geweckt wurde ich erst von meinem Handy kurz vor Marseilles.
Da waren wir also,
morgens um 6:45 in Marseiles.
Und hier stellten wir fest,
dass wir erst um 15:30 Uhr in unser Hostel einchecken dürfen.
Hätten wir das mal vorher gewusst wären wir warscheinlich nicht so früh angereist.
Nach dieser ernüchterung haben wir uns etwas Marseilles angeschaut.
Ich weiß nicht ob es daran liegt das Sonntag ist und alles geschlossen hat.
Oder vielleicht durch den Stress der nicht geschlafenen Nacht.
Vielleicht ist es auch einfach die Erschöpfung die sich langsamm einstellt.
Jedenfalls meine ich das die Stimmung etwas gesunken ist, und die Begeisterung nicht mehr so groß ist wie am Anfang.
Vielleicht war es auch ein Fehler die imposantesten Städte an den Start zu stellen,
nach dem Aufenthalt in London und der druchreise in Paris ist es schwer das noch zu Toppen.

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