Nachdenklich

Im Moment

“Ich sammle Sonnenstrahlen, die vom Himmel fallen.
Ich sammle Lieder, die die Vögel singen.
Ich sammle Geschichten, die der Wind erzählt.“

Sterne

Früher waren wir Samstagsabends trinken,
heute ertrinke ich in der Weite des Himmels,
im Sternenmeer und in meinen Gedanken.

Ich ertrinke in der Frage nach dem Warum,
in der Unwirklichkeit dieser winzigen Welt,
ertrinke in der Bedeutungslosigkeit mit der dieser kleine Punkt durch das endlose Nichts gleitet und in der Absurdität das dieser winzige Fleck für uns Alles ist.

Dieser Fleck auf dem sich jeder Einzelne so zentral, so wichtig vorkommt,
ja so zentral, so wichtig vorkommen muss um nicht zu verzweifeln,
um nicht zu ertrinken im endlosen Nichts,
um nicht unterzugehen in dem Gedanken der eigenen Bedeutungslosigkeit.

More ...

CCCamp15

Chaos Computer Club ist auch ein Lebensstil. Auf einer Wiese bei Mildenberg hat er sich eine Stadt gebaut, in der alle ihr Wissen teilen und jeder sein darf, wie er will.

Unter dieser Prämbel leitet Kai Biermann seinen Artikel zum Chaos Comunication Camp 2015 ein.
In diesem gelingt es Biermann das Gefühl Camp besser in Worte zu fassen als es mir je gelingen würde.
Natürich ist es immer viel viel mehr als sich Textuell beschreiben lässt. Außerdem ist es für jeden Anders. Dennoch finde ich das in diesem Text ein Stück weit gelingt herraus zu arbeiten was das Camp ausmacht.
Der Artikel ist hier in der Zeit erschienen.
Ganz klare Leseempfehlung!

More ...

Nachts kurz vor vier…

Fast genau vier Jahre ist es jetzt her und ich müsste lügen würde ich sagen es kommt mir vor wie gestern.
Wie viel doch passiert, wie viel sich verändert aber wie viel auch bleibt.
Dabei ist es vielleicht am Überraschensten, wie tief sich die, zum Zeitpunkt flüchtig scheinenden Moment in die Errinnerung einbrennen.
Jenes unbewusste Murmeln im  Halbschlaf, an das du dich damals schon nicht erinnern konntest.
Der Gang durch den Regen auf der Suche nach etwas essbaren, der 500-Meter weiter unter einem Schirm mit dem Anruf beim Pizza-Lieferdienst endete.
Der Moment am Bahnhof, als deine Brille auf meinem Stuhl lag…
So flüchtig, so normal, so nebensächlich schienen diese Momente damals.
Ein anderer hätte sie sicher längst vergessen, warscheinlich hast du sie längst vergessen.
Vergessen wie ich sicher andere Momente vergaß die sich dir einbrannten.
Bei mir jedoch haben sich diese Augenblicke tief verankert, in der Erinnerung.
Verankert im Gedächtnis, in dem von dem ich heute glaube das es das Fundament bildet.
Und manches von dem was mir in jenen Momenten als Teil des Fundaments erschien, hat sich verabschiedet,
hat sich aufgelöst.

More ...

Diese Leere

Diese Leere, wenn eine mitreißende Geschichte endet,
wenn die liebgewonnenen Figuren einfach verschwinden.
Verschwinden nach dem sie gelitten, gekämpft und gewonnen haben,
verschwindet nach all dem.
Wenn der Faden endet, die Spur sich verliert.
Verliert im Äther, im Nichts, ein Loch zurücklassend.
Sich alles auflöst, im Bewusstsein der eindringenden Realität,
das alles nur Gedanken eines Authoren waren.

Und übrig bleibt nur das Gefühl des Vermissens von etwas und jemandem den es nie gegeben hat.

Vergänglichkeit [Eastbourne Pier]

Pier bei Sonnenschein (2005)

Pier bei Sonnenschein (2005)

Nicht ganz zwei Jahre ist es her, dass ich zu letzt dort stand, davor 2005. Alles kaum Zeiträume verglichen mit den 144 Jahren die er da schon steht. Er ist mir ans Herz gewachsen, von Anfang an. Erinnerungen, Geschichten und Erlebnisse verbinde ich mit ihm.

Ich habe und hatte ihn immer so strahlend in Erinnerung.
Als immer währendes Symbol, als Sinnbild, als Wahrzeichen.
Ich stand an seinem Ende und blickte auf das Meer, auf den Horizont, bei Tag und auch bei Nacht. Habe auf ihm gefeiert, gelitten und getanzt.
Nie hätte ich gedacht das es je anders sein könnte.

Gestern wurde mir seine Vergänglichkeit klar gemacht, Vergänglichkeit allgemein.
Unwirklich die Bilder des brennenden Piers im Fernsehen.
Rauchschwaden und Feuer in dem sonst so fröhlichen Postkartenmotiv.
Heute morgen war von der ersten Halle nur noch ein gerippe Übrig.

Ich weiß nicht ob oder wann ich das nächste mal dort stehen werde.
Was ich weiß ist das es ein Stück weit ein anderer Ort sein wird.
Natürlich ist er das, jedes mal.
Aber gestern wurd es mir schmerzlich bewusst.
Mir wurde schmerzlich bewusst das keiner alle Zeit der Welt hat. Auch nicht für so simple Dinge wie am Ende eine Piers zu stehen. Und das es wichtig ist die Chancen zu nutzen, jedes mal! Den ob es das letzte mal war, weiß man in der Regel zu spät.

More ...

Life is too short to waste a chance

Vielleicht sind es manchmal die kleinen Dinge,
die irgendwann die großen Unterscheide machen.
Vielleicht sind es die Denkanstöße die
irgendwann die Welt verändern können.


Disclaimer:
Bei dem Video handelt es sich aus Respekt um die Privatsphäre des dargestellten Obdachlosen um eine Inszentierung.
Die Gruppe führte die selbe Aktion allerdings auch mehrfach real ohne Kamera durch.
Video zu den Hintergründen.

Sonnenuntergänge

“An einem Tag habe ich die Sonne
dreiundvierzigmal untergehen sehn!
Du weißt doch, wenn man recht traurig
ist, liebt man die Sonnenuntergänge…”
“Am Tage mit den dreiundvierzigmal
warst du also besonders traurig?”
Aber der kleine Prinz antwortete nicht.

2013

studium abgeschlossen,
ein neues angefangen,
einem öffentlich rechtlichen Fernsehsender ein Interview gegeben
versucht meiner ersten großen Liebe lebe wohl zu sagen
auf einer Dachterrasse in der Hauptstadt gegrillt
in einem großen deutschen Technikmagazin erwähnt worden
vorgenommen regelmäßig sport zu treiben und es getan
mich mit fremden Menschen betrunken und dabei spaß gehabt
Nachts um drei alleine an den Landungsbrücken gestanden

Sein

durch tunnel
über täller
dem abendrot entgegen
vorbei an landschaften,
es genießen.

es genießen unterwegs zu sein,
es genießen auf dem weg zu sein,
es mit jedem Moment dem Ziel etwas näher zu sein
es genießen zu sein,
im hier und im jetzt und irgendwie eigentlich doch auch ganz wo anders.

Archiv