Wieder so ein heißer Tag in der Stadt, 30 °C und mehr sollen erreicht werden.
Und dazu kam der Beton und Asphalt über all,
der die Sache nicht besser macht.
Unter der Hitze leident, und immer mit einer Flasche Wasser in der Hand ging es also durch München. Das ferne Ziel war der Englische Garten, um zumindest ein bischen ins Grüne zu kommen.
Doch der Weg zog und zog sich und es wurder wärmer und wärmer.
Die Füße glühten und die Schuhe zeigten ebenfalls verschleiß erscheinungen, von den Märschen der letzten Tage.
Irgendwann endlich ging es um die letzte Kurve, und dann war es Grün.
Grüne Bäume und Büsche lachten vom Ende der Straße. Je näher man kam umso lauter wurde das Lachen und reden. Schließlich mischte sich das Plätschern von Wasser hinzu.
Als die Straße hinter und der Park vorraus lag, wurde klar, dass die Wassergeräusche von einem Bach stammten.
Und das verblüffende war, dass in diesem Bach die Leute surften.
Der Kontrast war enorm, gerade noch durch die heißen Straßen, jetzt schon unter Bäumen am Bach mit Surfern.
Keine 500 Meter weiter an einer Wiese wurder in dem Bach geschwummen und gespielt.
Es hatte ein bischen was von einer oase in der Wüste, und dass obwohl der Teil des Parks den ich sah, aufgrund von mangelnder Lauffreude, nur ein kleiner war.
In 25 Tagen Durch Deutschland - Zug Um Zug
[ Tag 20 ] Und dann war es Grün
[ Tag 19 ] Spielplatz für Technik und Physikinteressierte
Deutsches Museum in München
Klar, wenn man in München ist, dann muss man auch ins deutsche Museum.
Und was sich da offenbart ist ein Hochgenuss für all jene, die sich für Technik begeistern können.
Von den ersten Schiffen über die Dampfmaschine, Motoren, Bergbau und Flugzeuge bis hin zu jeder Menge Physikalischer-Experimente und noch viele mehr.
Die Zeit vergeht wie im Flug und die Eintrittspreise waren gefühlt günstig,
also eine ganz klare Empfehlung!
[ Tag 18 ] Und dann kam der Regen
Zuerst waren es nur eineige Wolken ganze entfernt am Horizont,
bis sie dann näher kamen und dunkler waren.
Davor war es nur nervend heiß gewesen jetzt kam eine erdrückende Schwüle hinzu.
Fast bettelnd wanderte der Blick nach oben in den Himmel.
Aber es blieb dabei, heiß und schwül, so dass der Schweiß von alleine auf die Stirn kroch.
An Bewegung, oder gar Sport war gar nicht zu denken.
Zusätzlich zu den Wolken, die den Himmel verdunkelten begann auch die Sonne ihre Reise in richtung Horizon.
Es wurde weniger grell.
Kühler wurde es nicht.
Die Wolken wirkten immer gewaltiger.
Schließlich, ein Tropfen,
Kauf spürbar ging er nieder, streifte die Hand, und draf den von der Sonne erhitzten Boden.
Kurz darauf ein zweiter, dritter und viele mehr.
Endlich öffneten die Wolken ihre Tore.
Die Tropfen prasselten danieder.
Schlagartig verschwand die Hitze und Schwüle.
In der Ferne begann der HImmel zu flackern.
Hin und wieder unterbrach ein Grollen das Prasseln des Regens.
Die Luft roch frisch, rein und kühl.
Die Sonne war bereits komplett abgetaucht, neben dem fernen aufflackern des Himmels erschienen hin und wieder einzelne Blize gefolgt von dem Krachen des Donners.
Und dazwischen spielte der Regen seine Musik.
[ Tag 17 ] Nachtzug
Ich mag Zugfahren bei Nacht,
ich mag es wenn die Landschaft vor dem Fenster vorbeihuscht,
die weite Dunkelheit vor dem Fenster,
unterbrochen von einzelnen Lichten, mal fern mal nah,
und hinter jedem der Lichter steckt eine Geschichte, die erzählt werden will, oder erträumt.
Ich mag das Surren der Räder auf den Schienen, das Rumpeln,
dieses Rauschen wenn Metall auf Metall reibt,
ich mag es auf den Gang zu gehen und meine Nase aus dem Fenster zu halten, so das der Wind sie umtanzt.
Und dann mag ich es in mein “Bett” zu gehen und sanft von den Weichen in richtung Schlaf geschaukelt zu werden,
während die Landschaft weiter am Fenster vorbei rauscht, dunkel, hell, dunkel, verschwimmt, schließlich langsamer wird und mich zu sich zieht.
Ganz sanft richtung Fenster und dann hinaus fliegend neben dem Zug her…
[ Tag 16 ] Achtung – Hochsee
Und wieder geht es raus aus Hamburg,
höher in den Norden.
Viea Zug nach Cuxhafen, und dann per Schiff nach Helgoland.
Eine etwas längere Reise, die leider viel zu früh beginnen muss. Andererseits vergeht die Zugfahrt somit sprichwörtlich im Schlaf und in gefühlt keiner Zeit gehts aufs Schiff.
Zwar erstmal nur im Hafen, trotzdem ist es nichts altägliches und irgendwie spannend so auf das Wasser rundherrum zu schauen, ihm zu folgen, bis zum Horizont.
Da in weiter ferne zeichnen sich die Siluetten von großen Kontainerschiffen ab.
Ganz farblos und grau-blau liegen sie da.
Fast schon unwirklich lacht die Sonne durch den fast komplett blauen Himmel. Hin und wieder durchstreifen Möwen kreischend das Blau.
Plötzlich erzittert das Schiff. Erst langsamm, dann immer schneller, unter ständigem brummen und surren schiebt es sich durch das Wasser.
Vorbei an großen Fährschiffen verlassen wir den Hafen. Es riecht nach Diesel. Gischt schäumt an uns vorbei. Immer kleiner wird der Hafen, immer weiter das blau-grau-grüne Wasser. Es geht weiter, und je weiter es geht umso deutlicher stellt sich ein leichtes Schwanken ein. Nicht unangenehm, aber deutlich spürbar. Eine Art hin und her tänzeln.
Dann dauert es, bis in der ferne, vorraus, der Inselstreifen auftaucht. Klein, flach, unscheinbar liegt sie da, die deutsche Hochseeinsel.
Und kommt langsamm näher bis das Schiff schließlich vor der Insel stehen bleibt.
Kleine Boote sausen herran, eins nach dem anderen füllt sich. Ein Passagier nach dem anderen wird über gehieft.
Bis das Bötchen sich lößt und in den hafen prescht, und die Passagiere ausläd. Und dann ist da wieder fester Boden unter den Füßen.
Helgoland.
Insel.
Noch etwas kleiner hatte ich Sie mir vorgestellt.
Trotzdem schön, ich mag Sie,
deutschlands einzige Hochseeinsel.
Bunt, Viel Grün und schön wirkt sie.
Mit dem Gras, den Schafen und ihrer Langen-Anna.
Viel zu schnell ist die Zeit wieder vorbei, und viel zu schnell wird der Strand am Horrizont wieder kleiner.
Und viel zu schnell versinkt Helgoland wieder in dem blau-grauen-grün des Meeres.
[ Tag 15 ] Zug
Wieder auf Achse, wieder auf der Reise zurück nach Hamburg.
Der Zug spult die altbekannte Strecke ab.
In meinem Koft kommt nochmal Berlin hoch.
Eine große Stadt, eine beeindruckende Stadt, die sich aber irgendwie nicht fassen lässt.
Und eine Stadt die sehr offen mit ihrer Vergangenehit umgeht.
Was war eigentlich in anderen Städten vor und während des Kriegs ?
Würde ich die Antworten wissen, wenn ich als Tourist die Heimatstadt besuchen würde ?
[ Tag 14 ] Bunker
Kühl ist es, und dunkel.
Leise platscht es, als die Gummistiefel eintauchen.
Das Wasser drückt den Gummi zusammen, an die Haut.
Kalt fühlt er sich an, fast feucht.
Platsch, der zweite Stiefel. Der Schalter der Taschenlampe klickt leise, dann blitzt der Lichtkegel auf.
Hell zeichnet sich der Lichtpunkt am Ende des Gangs ab.
Das Wasser des Bodens wirft tanzende Refletionen an die Wände.
Langsam vorwärtswarten, hindurch durch das, was einmal eine Tür war. Weiter forwärts.
Durch eine Öffnung an der linken Gangseite erscheint ein total verrostetes Gebilde im Taschenlampenlicht.
Sieht fast aus, als wäre es etwas zum Heitzen.
Weiter den Gang entlang.
Platsch.
Es bliden sich Wellen in dem etwa 30 cm hohen Wasser, dass den Boden bedeckt.
Platsch, Platsch…
Dann eine Wand.
Es geht nicht mehr weiter. Eine Mauer aus Backsteinen versperrt den Weg.
Das ist sie also, die Mauer, das letzte erhaltene unterirdische Stück, der Berliner-Mauer.
[ Tag 13 ] Berlin – Sommer endlich scheint er greifbar nah
Berlin empfängt mit Sonne, der Sommer endlich scheint er greibar nah.
Und Wärme. So geht es also durch die Stadt, oder zumindest einen Teil davon, ist sie doch viel zu groß um sie komplett zu erkunden.
Aber das was geht macht Freude.
Viel Leben auf den Straßen, und an vielen Orten gibt es etwas zu sehen.
Und wenn schließlich an einem lauen Sommerabend im Park gegrillt wird, und die Feuerwehr nicht wegen der Grills, sondern nur um die Behälter für heiße Asche zu löschen kommt, dann ist etwas verdamt richtig.
Berlin, die Stadt, lebt.
[ Tag 12 ] Bye bye Hamburg
Irgendwie hab ich dich nicht Wert geschätzt dieses mal. Schon zum zweiten mal gehe ich ohne auch nur mal kurz bei den Landungsbrücken gewesen zu sein. Aber ich komme nochmal, versprochen.
Zuerst allerdings Berlin.
Der Zug schießt vorwärts.
Die Strecke wirkt bekannt, wenn gleich ich sie erst zum 2. mal fahre.
Allerdings ist es auch irgendwie anders, die Aufregung ist dahin,
die Spannung des mit 230 km/h durch die Landschaft fliegens. Es ist normal geworden Zug zu fahren.
Es ist normal, dass der Schaffner kommt und danach der Kaffemann.
Normal, das Bäume und Felder vorbei ziehen und das Sonne und Wolken sich abwechseln.
[ Tag 11 ] Anders als erwartet – Westerland
Tagesausflug nach Sylt,
Schon wieder im Zug, ca. 3 Stunden bis Sylt.
Es geht weiter gen Norden.
Immer mehr Pfützen, kleinere Seen, Schafe und Radio Schleswig Holtstein.
Viele Kühe, schließlich der Damm und das Meer.
Oder viel mehr das was es sein soll, eigentlich mehr Schlamm und Matsch.
Ich bin doch etwas entäuscht, hatte ich doch das romantische Bild dass der Zug über den Damm rauscht, und links und rechts die Wellen branden.
Naja, zumindest die Sonne erscheint ab und zu.
Dann ist er Vorbei, und zu beiden Seiten wieder Land.
Hups, dass ging aber schnell, kurzer Damm, auch das hatte ich mir anders vorgestellt.